Artikel des Monats

Mit einem Pathologen verbinden viele gleich tote Menschen oder tote Tiere. Aber ohne die Pathologie wären vieles in der heutigen Medizin gar nicht möglich. Natürlich können Krankheitsprozesse am toten Individuum nachvollzogen werden, aber der Pathologe kann mehr.

Wir verschicken fast täglich Proben zur Pathologie. Jede Umfangsvermehrung, also Knubbel, Beulen, Krusten etc., die beprobt wird, wird in die Pathologie gesendet. Dort werden (je nach Umfang der Probe) die Zellen angeschaut und beurteilt. Bei einer Zytologie werden die einzelnen Zellen begutachtet. Aus welchem Gewebe stammen sie? Sind sie heil oder kaputt? Sind Krankheitserreger in der Probe? Sind Entzündungszellen dabei? Oder gar Tumorzellen?

Auch beim nächsten Schritt hilft uns die Pathologie. Sollte bei einer Probe als Ergebnis stehen, dass die Veränderung besser entfernt werden sollte, kommt es zu einer Operation. Der Vorbefund aus der Zytologie (also als die Stelle mit einer kleinen Nadel beprobt wurde) ist dafür schon wichtig. Bei einem nachgewiesen bösartigen Prozess wird viel großzügiger das veränderte Gewebe entfernt, als bei einem gutartigen Befund. Der Schnitt ist also deutlich größer und der Eingriff dauert länger. Das entnommene Gewebe wird erneut zur Pathologie gesendet. Dort wird zum einen die vorherige Diagnose überprüft (gutartig/bösartig). Um welches Gewebe handelt es sich? Gibt es Entartungen, also Tumore? Welcher Herkunft sind diese? Also was für ein Tumor ist es? Aber es werden auch die Probenränder beurteilt. Reicht der Prozess bis an den Rand heran oder gibt es noch eine „Puffer“zone? Sind Gefäßeinbrüche sichtbar? Sind Erreger in der Probe? Für uns in der Praxis sind das wichtige Informationen. Es sind Auskünfte, ob wir alles heraus bekommen haben und wie wir weiter mit dem Patienten umgehen müssen und was wichtig für den Besitzer ist. Müssen wir auf Metastasensuche gehen? Muss das Tier regelmäßig zur Kontrolle in die Praxis? Im Endergebnis sind das Informationen, die auch auf die weitere Lebenserwartung Auswirkungen haben.

Natürlich werden auch tote Tiere in der Pathologie untersucht. Häufig wird bei einem plötzlich verstorbenen Tier der Nachbar verdächtigt, der bestimmt den Hund oder die Katze vergiftet hat. Mindestens genauso häufig ist das aber nicht so. Rupturierte Milztumore können z.B. beim Hund zum plötzlichen Ableben führen, ohne dass eine Vorerkrankung sichtbar ist. Bei Katzen sind als Ursache häufig schwere Infektionskrankheiten (Leukose, Katzenaids etc.)zu finden. Dies ist eine wichtige Information, falls Partnertiere im Haushalt sind und sich anstecken können oder bereits angesteckt sind.

Natürlich werden so auch Misshandlungen und Vernachlässigungen sichtbar. Gerade bei Fällen wo das Veterinäramt bemüht ist ein Tierhaltungsverbot durch zusetzen, sind gut dokumentiere Fälle wichtig, um auch vor Gericht standhalten zu können.

Die pathologische Untersuchung ist gerade bei größeren Beständen eine wichtige Stütze. Gerade bei größeren Hühner-, Kaninchen- oder anderen Geflügelbeständen oder andere Nutztierbestände ist eine frühzeitige Beteiligung der Pathologie wichtig. Wenn es vermehrt zu Todesfällen kommt, sollte frühzeitig ein oder mehrere tote Tiere versendet werden. Ein ausführlicher Vorbericht ist dafür unbedingt notwendig. Welche Tiere sind betroffen? Eher alte Tiere oder die Jungtier? In welchem Alter? Gab es eine Futterumstellung? Gab es Zukäufe? Wurde vorbehandelt? Wenn ja womit und war es erfolgreich? Wurde das Tier eingeschläfert oder ist es alleine gestorben? Wann starb es und wie wurde es bis zum Versenden gelagert? Am besten wäre eine Kühlung. Einfrieren könnte durch die Kristallbildung Schäden begünstigen.

Natürlich kostet eine pathologische Untersuchung Geld. Häufig hilft sie aber die Gesamtsituation einzuschätzen. Haben Sie Fragen dazu? Dann sprechen Sie uns an!

Was ist die GOT? Es handelt sich um eine Abkürzung für Gebührenordnung für Tierärzte. Die GOT ist eine verbindliche Abrechnungstabelle, nach der Tierärzte in Deutschland abrechnen müssen. Es sind in der GOT verschiedene Leistungen aufgelistet und die Tierärzte können zwischen dem einfachen (Minimalsatz) und dem dreifachen Satz wählen.

Die momentan gültige GOT stammt aus dem Jahr 1999. In den vergangen 23 Jahren hat sich in der Tiermedizin aber viel verändert. Die Diagnostikmöglichkeiten sind mehr geworden. Während 1999 hauptsächlich analog geröngt (wenn überhaupt) wurde, ist heute überwiegend die digitale Variante anzutreffen. Auch das Röntgen der einzelnen Zähne gehört zu den Routinediagnostiken. Eine CT- oder MRT-Untersuchung sind längst Standard geworden. Solche und andere Methoden haben aber bisher keine Position in der Gebührenordnung. Damit war eine Überarbeitung längst überfällig. In der neuen GOT sind u.a. diese Verfahren eingeflossen.

Weiterhin haben sich die Kosten für den Praxisbetrieb in 23 Jahren vervielfältigt. Mieten sind angestiegen und die hohen Energiepreise sind momentan in aller Munde. Aber auch gutes Personal zu bekommen und zu halten hängt u.a. vom Lohn ab. Wer sich die Lohnentwicklungen und die Inflation der letzten Jahre ansieht, versteht warum eine Preisanpassung dringend nötig ist.

Natürlich ist es nun für den Tierhalter eine Belastung, wenn die Konsultationskosten steigen. Zumal sie natürlich auch unter der Inflation und den hohen Energiekosten leiden. Damit ist es wichtiger denn je, dass sich vor einer Anschaffung eines felligen Mitbewohners genau überlegt wird, ob man sich das Tier leisten kann. Eventuell lohnt sich nun erst recht eine Tierkrankenversicherung abzuschließen. Die Halter, die nun schon eine Flauschnase haben und Bedenken haben, dass sie die fälligen Rechnungen nicht leisten können, müssen VOR der Behandlung ihr Problem ansprechen, damit wir gemeinsam eine Lösung finden.

Eine Tierarztpraxis ist auch ein Wirtschaftsunternehmen, denn auch Tierarzt und Tierarzthelferinnen müssen von dem Erlös leben. Aber natürlich ist jeder von uns bemüht, das Beste für Ihr Tier zu ermöglichen. Haben Sie Fragen zu dem Thema? Dann sprechen Sie uns an!

Corona ist ein Begriff, den die meisten von uns nicht mehr hören können. Die letzten 2 Jahre waren von möglichen Coronainfektionen geprägt. Überall hieß es Rücksichtnahme und dies oder das ging nicht. Nun sind die Regeln gelockert bis hin zu ganz abgeschafft. Die Infektionen sind aber noch vorhanden und die Gefahr sich zu infizieren ebenso. Mittlerweile hat sich Datenlage geändert und es gibt mehr Informationen, was die Hauptinfektionsquelle ist. Am ehesten infiziert man sich über die Aerosole und Tröpfchen des Gegenübers bei ungenügenden Abstand.

Aus diesem Grund besteht in der Praxis weiterhin Maskenpflicht. Rechtlich ist diese Regelung erlaubt, denn bei uns liegt das Hausrecht und wir dürfen bestimmen, unter welchen Bedingungen wir Patienten empfangen. Um die Aerosole zu begrenzen, möchten wir nur einen Tierbesitzer mit in den Räumlichkeiten haben. Bitte überlegen Sie sich vorher, wer am besten den Puschelfuß in die Praxis begleitet. Um das Risiko zu minimieren, haben wir 2 Luftfilter aufgestellt.

Wenn wir Ihre Samtpfote untersuchen, ist die Einhaltung des Abstandes nicht möglich. Eine Alternative wäre es, die Tiere ohne Besitzer zu untersuchen. Dies möchte ich vermeiden, da die Tier mit Besitzer ruhiger sind und ohne Besitzer auch einige Informationen zum Krankheitsverlauf verloren gehen.

Wir als Praxismitarbeiter haben eine Zeit lang versucht, mit Maske zu arbeiten. Dabei fiel auf, dass einige Tiere (v.a. Hunde) deutlich aggressiv agierten. Vermutlich konnten die Vierbeiner unser Gesicht nicht „lesen“. Auch Katzen reagierten verstört. Weiterhin ist es als Arzt schwierig mit Maske die Tiere zu untersuchen. Häufig kann man so Gerüche nicht wahrnehmen. Riecht der Patient aus dem Maul? Riecht der Durchfall blutig? Faulig? Gibt es süßen Maulgeruch wie beim Diabetes? Riecht das Tier nach Eiter? Oder eher nach Urin?

Aus diesem Grund tragen wir als Team keine Masken aber verlangen vom Tierbesitzer, dass Masken getragen werden. Sollte eine Atemwegserkrankung vorliegen, bitten wir darum, der Praxis fern zu bleiben.

Bis jetzt sind wir trotz der Coronagefahr gut durch die Zeit gekommen. Wir waren die ganze Zeit handlungsfähig obwohl wir während der gesamten Zeit Patienten- und Besitzerkontakt hatten. Das soll so bleiben. Bitte helfen Sie uns dabei und nehmen Rücksicht auf Mitarbeiter und andere „Leidensgenossen“. Sollte sich nämlich jemand aus dem Team infizieren, besteht die Gefahr, dass die Praxis geschlossen werden muss und damit auch für Sie im Notfall nicht erreichbar ist. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Übrigens- natürlich gibt es immer mal einige Menschen, die eine andere Meinung zu dieser Problematik haben. Es ist völlig in Ordnung, wenn Sie uns Ihre Meinung mitteilen wollen, aber tun Sie das bitte in einem normalen Ton und respektvollen Vokabular. Dankeschön!

Verschiedene Erkrankungen führen dazu, dass Katzen keinen Appetit haben und nichts oder nur wenig fressen. Wenn dann in der Praxis eine dicke Katze vorgestellt wird, berichtet der Halter, dass das ja gar nicht schlimm sei, da die Katze ja genug „Reserven“ hätte. Das ist leider eine Fehleinschätzung. Bei Hunden ist es kein Problem, wenn diese (freiwillig oder nicht) mal einen Fastentag einlegen. Katzen sind keine kleinen Hunde. Sie sind speziell und haben auch einen eigenen und besonderen Stoffwechsel.

Katzen sind Proteinverschwender. Das heißt, dass sie sehr viel Protein, also Eiweiße benötigen. Eiweiße sind aus Aminosäuren aufgebaut. Bei den Aminosäuren unterscheidet man essentielle von nicht essentiellen. Essentiell bedeutet, dass diese Aminosäure zugeführt werden müssen und nicht selbst hergestellt werden können. Für die Katzen sind u.a. Arginin und Taurin von besonderer Bedeutung.

Kohlenhydrate können Katzen dagegen nur in sehr geringen Mengen verwerten. Das liegt an den fehlenden Enzymen im Speichel und anderen Verdauungssekreten.

Fette sind ein Geschmacksträger und Energielieferant. Hier kann die Katze besser tierische Fette verstoffwechseln als pflanzliche. Auch hier werden essentielle Fettsäuren, wie z.B. Arachidonsäure benötigt.

Eine Katze, die keine Nahrung aufnimmt, fängt an, ihre Fettreserven zu mobilisieren und in der Leber zu verstoffwechseln. Dabei gilt natürlich, dass dicke Katzen auch viel Fett zum Mobilisieren haben. Damit wird die Leber regelrecht überschwemmt und es kommt zum Leberversagen. Somit ist für übergewichtige Katzen es deutlich wichtiger täglich Nahrung zu sich zu nehmen, als für dünne. Dies muss auch bei Abnehmdiäten bedacht werden. Katzen dürfen nicht hungern. Damit ergibt sich auch, dass man eine Katze bezüglich ihrer Futtergewohnheiten nicht umerziehen kann. Wenn ihr also ein nichtschmackhaftes Futter angeboten wird, wird sie eher hungern als etwas zu fressen, was sie nicht mag.

Damit hat der Katzenhalter eine besondere Verantwortung seiner Katze gegenüber. Am besten wäre es also, es nicht zu zulassen, dass die Katze übergewichtig wird. Ähnlich uns Menschen geht das Gewicht leichter auf die Rippen als später wieder runter.

Passen Sie auf Ihre Samtpfote auf! Kontrollieren Sie täglich, ob sie Futter aufgenommen hat. Haben Sie Fragen? Dann kontaktieren Sie uns gerne!

Häufig haben Besitzer von einer Zeckenimpfung gesprochen, wenn sie meinten, dass sie keine Zeckenprophylaxe benötigen. Hier liegt eindeutig ein Missverständnis vor. Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt keine Impfung gegen Zecken- weder beim Tier noch beim Menschen.

Allerdings können Zecken verschiedene Krankheiten übertragen. Beim Menschen sind u.a. die FSME (Frühsommermeningoencephalitis) und die Borreliose bekannt und berüchtigt. Die FSME ist eine Viruserkrankung, die überwiegend im süddeutschen Raum verbreitet ist. Gegen diese Erkrankung kann geimpft werden. Die Borreliose dagegen ist eine Krankheit, für die es beim Menschen keine Impfung gibt. Für den Hund gibt es dagegen die Impfung. Bei dieser Impfung werden vom Tier Antikörper gebildet, die beim Biss durch die Zecke in ihren Darm wandern und in der Zecke die Borrelien (Bakterien) neutralisieren. Aufgrund dieser Wirkungsweise hilft die Impfung nur gegen Borreliose, wenn das Tier noch keinen Kontakt mit Borrelien hatte. Somit werden junge Tiere oder vorher getestete Tiere geimpft.

Da aber Zecken noch weitere Erkrankungen, wie z.B. die Anaplasmose, übertragen können, sollten Zecken auf jeden Fall bekämpft werden. Die meisten Krankheiten werden erst übertragen, wenn die Zecke eine gewisse Zeit am Tierheftet. Deshalb kann auch ein gründliches Absuchen und Absammeln der Zecken vor Erkrankungen schützen. Aber ob man immer alle Zecken im Fell des Hundes findet? Aus diesem Grund stehen eine Vielzahl von Präparaten zur Zeckenabwehr zur Verfügung. Es gibt Tabletten, Spot ons oder Halsbänder. Die Präparate können eine repellierende Wirkung haben. Das bedeutet, dass die Zecke gar nicht erst zum Beißen auf dem Wirt kommt, sondern vorher abgewehrt wird.

Haben Sie Fragen zum passenden Präparat? Dann sprechen Sie uns an!

Der Krieg in der Ukraine dominiert die Nachrichten in allen Medien. Viele Bürger machen sich Sorgen und fühlen sich sehr hilflos. Was es heißt, in einem umkämpften Gebiet zu leben oder sich auf der Flucht in eine Reise ins Ungewisse zu begeben, kann sich kaum einer vorstellen. Als ob das nicht schlimm genug wäre, stelle man sich nun vor, die heißgeliebten Haustiere entweder zurück und sich selbst überlassen müssen oder sie mit auf die Flucht zu nehmen. Ich weiß nicht, wie ich mit so einer Situation umgehen würde. Fakt ist aber, dass es in der Ukraine viele Lebensmittel, Bedarfsgegenstände und Tierfutter nicht mehr gibt. Von verschiedenen Organisationen werden deshalb Lieferungen mit Hilfsgütern organisiert. Sie können dafür gerne Sachen spenden. Vor allem Verbandsmaterial, verschiedene Medikamente (Antibiose, Schmerzmittel), Hygieneartikel, Babynahrung aber auch Lebensmittel wie Wasser, Mehl und Nudeln werden benötigt. Es wird empfohlen, sich unbedingt mit den Hilfsorganisationen abzusprechen, damit man wirklich effektiv helfen kann. Auch Geldspenden sind willkommen.

Aber auch für die Menschen auf der Flucht ist Unterstützung nötig. Viele nehmen ihre Haustiere mit. Diese sind aber in den Sammelunterkünften häufig nicht erlaubt, so dass sie als Zwischenlösung häufig in Tierheimen untergebracht werden müssen. Dies ist für die Tierheime eine gewisse Belastung. Die Tiere benötigen Wurmkur, Floh- und Zeckenmittel sowie eine Impfung. Das ist mit Kosten verbunden. Auch hier sind Spenden willkommen. Aber auch hier werden Futtermittel benötigt.

Unser Partnerlabor Synlab bietet bis auf weiteres an, die Untersuchung auf Tollwut-Antikörper für Hunde aus der Ukraine kostenlos durch zu führen.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns an. Wir können Ihnen ggf. Kontakte für Hilfe vermitteln!

Relativ plötzlich treten die Beschwerden auf. Beim Freigänger kommt schnell der Verdacht auf, dass die Katze einen Autounfall hatte. Die Symptome kommen von jetzt auf gleich: die Katze kann plötzlich nicht mehr laufen und schleppt ein oder beide Hinterbeine hinter sich her. Meistens schreit die Katze vor Schmerzen. Beim genaueren Hinsehen und Hinfühlen fällt allerdings auf, dass die Gliedmaße(n) deutlich kühler bis kalt ist (sind) und aufgrund fehlender Durchblutung deutlich blasser ist (sind). Zur Kontrolle und Ausschluß anderer Erkrankungen kann das Becken, die Gliedmaßen und die Wirbelsäule geröngt werden. Signifikat ist das Fehlen des Pulses an der (den) betroffenen Gliedmaße(n).

Hintergrund der Erkrankung sind häufig Herzprobleme, die bei der Katze nicht unbedingt einfach zu diagnostizieren und damit auch oft unbekannt sind. Aufgrund der Probleme treten Verwirbelungen und Blutgerinnsel in den Blutgefäßen auf. Diese werden mit der Aorta ausgeschwemmt und bleiben an der Aufzweigung der Aorta in die Gliedmaßen hängen. Die unterschiedliche Schwere der Symptomatik hängt davon ab, ob der Verschluß teilweise oder das komplette Gefäß betrifft.

Therapeutisch sind die Möglichkeiten eingeschränkt. Einen vorhanden Thrombus aufzulösen ist so gut wie nie möglich. Mann kan mit Infusionen und blutverdünnenden Medikamenten versuchen, weiteren Thrombosen entgegen zu wirken, allerdings ist die Prognose sehr schlecht. Gerade wenn weitere Thrombosen in der Lunge auftreten und zur hochgradigen Atemnot führen, sollte das Tier erlöst werden.

Unabhängig ob man einen Therapieversuch wagen möchte oder nicht, ist Eile geboten. Entweder um die Prognose zu verbessern oder um der Katze weitere Leiden zu ersparen.

Arthrose ist nach der Definition eine chronische, degenerative Gelenkserkrankung. Die Ursachen dafür sind vielfältig- von einer akuten Gelenksentzündung, über Fehlbelastungen, Traumen (z.B. Kreuzbandriss) oder Infektionen. Je nach Ausprägung und betroffenes Gelenk sind die Schmerzen stark und die Lebensqualität eingeschränkt. Je nach Ursache können auch junge Tiere betroffen sein, allerdings ist die Arthrose eher ein Problem des alten Hundes. Dann sind auch häufig mehrere Gelenke (Verschleiß) betroffen.

Die Symptome sind je nach Schweregrad unterschiedlich. Ein Besitzer, der sein Tier kennt, mag ein „Schmerzgesicht“ erkennen. Aber anders als von vielen vermutet, wird ein Hund bei Beschwerden nicht jaulen oder jammern. Vielmehr werden schmerzhafte Bewegungsabläufe vermieden. Der Hund liegt viel, vermeidet manche Bewegungen (Spielen, Springen, ins Autospringen) oder läuft sich ein.

Die Diagnose wird nach dem klinischen Bild und ggf. mit Hilfe von Bildgebung (Röntgen, CT, MRT) gestellt. Therapeutisch stehen eine Vielzahl von Medikamenten zur Verfügung. Ähnlich wie in der Humanmedizin gibt es nicht DAS EINE Medikament sondern jeder Patient spricht auf ein Medikament unterschiedlich an. Bei jeder Medikation können Unverträglichkeiten oder Nebenwirkungen auftreten. Deshalb sollte die Medikation gründlich abgewogen und mit evtl. Blutbefunden abgeglichen werden.

Therapeutisch kommen verschiedene Medikamente oder Ergänzungsfuttermittel zum Einsatz. Verschiedene Öle haben eine entzündungshemmende Wirkung. Dies wird bei Spezialfuttermitteln gegen Arthrose berücksichtigt. Weiterhin gibt es Chondroitinsulfat oder Glucosaminoglykane oder Kollagene als Pulver, Kapseln oder Tabletten zur Ergänzung. Diese Bestandteile sollen den Knorpelabbau reduzieren. Auch Hanfpräparate haben eine gute Wirkung.

Sollte diese Ergänzungsmedizin nicht ausreichen, empfiehlt sich ein Schmerzmittel. In dieser Gruppe gibt eine eine Vielzahl von Möglichkeiten von Präparaten. Von der regelmäßigen Gabe von Tabletten gibt es seit kurzem auch ein Injektionsmedikament, dass eine 4 bis 6 wöchige Wirkung hat. Diese Therapie hat sich bis jetzt auch, bei schweren Fällen als wirkungsvoll erwiesen.

Die richtige Schmerztherapie ist für den Hund sehr wichtig. Das Tier muss aktiv bleiben und eventuell mit Physiotherapie begleitet werden. Dadurch wird die Muskulatur erhalten. Diese trägt das Tier und nimmt die Last von den Gelenken.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann sprechen Sie uns gerne an!

Die Empfehlung zur Impfung der Katze beinhaltet die Impfung gegen Katzenschnupfen (Calici- und Herpesviren) sowie gegen Katzenseuche (Panleukämievirus). Dies wird unter der RCP-Impfung verstanden. Weiterhin wird für Freigänger die Impfung gegen Tollwut empfohlen Dies beinhaltet die T-Impfung. Je nach Infektionslage und individuelles Risiko wäre eine Impfung gegen Leukose, Bordetellen und Chlamydien möglich.

Eine Katze wird grundimmunisiert. Dies beinhaltet die zweimalige Impfung von 4 Wochen. Anschließend folgen Wiederholungsimpfungen, die vom verwendeten Impfstoff und vom individuellen Risiko abhängen.

Momentan gibt es eine Impfstoffknappheit, die v.a. den RCP- Teil betreffen. Die Praxis steht mit verschiedenen Firmen im Gespräch und hat Impfstoff geordert. Leider gibt es Lieferzeiten von 4 Wochen und mehr. Durch die erhöhte Nachfrage auf dem Markt und dass die Praxis darauf angewiesen ist, eventuell Impfstoff bei anderen Firmen zu ordern, kann es sein, dass der Preis für den Impfstoff schwanken wird.

Die Praxis hat sich in der Coronazeit zur reinen Terminpraxis entwickelt (außer für lebensbedrohliche Notfälle). Damit werden alle Termine der Reihenfolge nach abgearbeitet. Sollte es dann wirklich zu einer Phase kommen, in der eine Impfung nicht möglich ist, werden Sie selbstverständlich darüber informiert und ein neuer Termin vereinbart.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis. Für Rückfragen oder für eine Terminvereinbarung melden Sie sich gerne in der Praxis: 038847 55546.

Juli 2021: Fremkörper

Wenn die Temperaturen hoch sind und die Sonne scheint, stehen ausgiebige Spaziergänge auf der Tagesordnung. Die Wege führen durch den Wald über Wiesen und Felder. Auch die Katzen streifen durch das frische Grün. Leider hat dies auch seine Tücken. Im Sommer sind Verletzungen durch Grannen an der Tagesordnung. Die Grannen sind die Enden an einer Getreideähre. Diese Enden sind relativ starr und haben manchmal kleine Widerhaken. Sie können sich in die Pfoten einbohren. Häufig führen sie zu Probleme im Zwischenzehenbereich. Das Schwierige an den Verletzungen ist, dass diese Fremdkörper nicht immer sichtbar sind und in der Wunde nach oben wandern. Oft sind nur eine Rötung und Schwellungen sichtbar. Röntgenologisch sind die Grannen nicht sichtbar.

Grannen können überall auftreten. Häufig sind sie in den Ohren zu finden. Plötzlich fangen die Tiere an, mit dem Kopf zu schütteln und sich zu kratzen. Manchmal rutschen die Hunde mit dem Ohr über den Boden. In schlimmere nFällen hält das Tier den Kopf schief. Deshalb ist es wichtig beim Verdacht auf eine Ohrenentzündung den Gehörgang genau zu untersuchen. Befindet sich ein Fremdkörper im äußeren Gehörgang, muss dieser zwingend entfernt werden.

Bei Katzen finden sich solche Grannen ebenfalls in den Ohren aber auch häufig im Bindehautsack. Hier können sie im schlimmsten Fall die Hornhaut verletzen. Fremdkörper im Auge sind schmerzhaft und führen zum Zukneifen der oder des Auges. Ebenfalls kommt Augenausfluss oder Schwellung des Auges dazu kommen. Deshalb ist eine gründliche Augenuntersuchung bei Problemen mit den Augen nötig.

Haben Sie Fragen dazu? Sprechen Sie uns an!

Mit steigenden Temperaturen werden die Insekten wieder aktiv. Körpergeruch, feuchte und eiweißreiche Bereiche ziehen die Fliegen magisch an. Man kennt dies, wenn angefangene Katzen- oder Hundefutterdosen länger offen stehen. In kürzester Zeit legen die Fliegen ihre Eier ab und innerhalb 24 h schlüpfen daraus die Larven. Diese Larven fressen sich durch ihr Medium. Leidet ein Tier an einer offenen Wunde oder Durchfall, werden durch den Geruch die Fliegen angezogen und legen im feuchten Fell ihre Eier ab. Die anschießenden geschlüpften Maden fressen sich durchs Fell und auch durch die Haut. Es kommt zu weiteren Hautentzündungen und Wundsekretion, was weiteren Fliegenbefall nach sich zieht. Dies führt zu Juckreiz und Schmerzen für das Tier. Es ist deshalb unheimlich wichtig die Tiere täglich zu kontrollieren. Eier müssen sofort entfernt werden und natürlich muss die Grundursache (Eiter, Durchfall etc.) behandelt werden.

Wenn es erstmal zu einem Fliegenmadenbefall gekommen ist, ist die Ansicht und der Geruch erstmal widerlich. Aber auch wenn es kein schöner Anblick und der Geruch im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend ist, gibt es die Möglichkeit der Behandlung. Natürlich steigt die Prognose je eher die Behandlung begonnen wird. Die Maden werden abgesammelt und das Fell an den betroffenen Stellen geschoren. Weiterhin gibt es Waschungen, die die Maden abtöten und auch Schampoos, die die Hautentzündung in der Abheilung beschleunigen. Je nach Umfang des Befalls sind Medikamente gegen die Schmerzen und eine Antibiose nötig.

Gerade Kaninchen sind die häufigsten Patienten. Das hat zum einen mit dem dichten Fell zu tun, aber auch damit, dass die Inguinalregion der Tiere nicht täglich kontrolliert wird. Da sie häufig im Freien gehalten werden, haben die Fliegen leichtes Spiel. Kaninchen haben 2 Arten von Kot. Einer ist in der Konsistenz weicher und verklebt schnell im Fell und lockt so die Fliegen an. Wenn das Tier erkrankt, ist nicht nur die direkte Beahndlung wichtig, sondern auch die folgende Nachsorge. Der Mümmelmann sollte dann ins Haus ziehen, damit keine weitere Besiedlung erfolgt. Je nach Schwere der Hautläsionen ist es sinnvoll, das Kaninchen auf Handtüchern zu halten, damit Sägespäne die Wunde nicht weiter verunreinigen. Weiterhin werden die Hautstellen bis zur Abheilung mit verschiedenen Lösungen /Salben etc. lokal behandelt.

Haben Sie Fragen? Dann sprechen Sie uns an!

Anfang April war es bei uns soweit- die kleine Elly Gerda hat das Licht der Welt erblickt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die herzlichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten bedanken. Diese riesige Welle der Zuwendung hat mich überrascht und genauso erfreut!

Mit dem Zwerg hat sich einiges im Ablauf für mich geändert. Zum einen hat die Geburt ein paar Spuren hinterlassen und zum anderen herrscht nun zu Hause ein anderer Tagesablauf, der sich nicht immer so planen lässt. Ich muss zugeben, dass es eine nicht unerhebliche Differenz zwischen der Vorstellung „Wie es später sein wird“ und der Realität gibt. Die kleine Maus hat schon ihren festen Platz in den Praxisräumen und wird dort betreut. Aber wenn sie Hunger bekommt, hat sie Priorität (Es sei denn wir sind mit einem echten Notfall beschäftigt) und es kann dann zu Verzögerungen im Ablauf kommen. Ich bitte dafür um Verstädnis. Auch bei Hausbesuchen ist Elly nun meine Begleitung. Aus diesem Grund versuche ich nur die unbedingt notwenigen Hausbesuche zu fahren.

Operationen und Sprechstunde finden wie gewohnt statt. Wir führen eine Termisprechstunde. Allerdings sind wir sehr bemüht, dass natürlich alle besorgten Patientenbesitzer und erkrankten Tiere versorgt werden. Natürlich haben Notfälle (z.B. Katze mit Atemnot) Priorität und werden bevorzugt behandelt. Als zweite priorisierte Gruppe kommen dann alle Terminkunden. Sollten Termine abgesprungen sein oder man schneller sein als erwartet, werden in diesen Zeiten Patienten ohne Termin behandelt. Ansonsten kommen alle Patienten ohne Termin zum Ende der Sprechstunde dran. Selbstverständlich bekommt jeder Patient die Zeit, die er benötig. Aber aus den Erklärungen am Anfang wird deutlich, dass es in der Sprechstunde immer zu Verzögerungen kommen kann. Ich würde mich freuen, wenn mit diesem Artikel das Verständnis des einzelnen wächst, wenn er trotz Termins mal eine halbe Stunde warten muss.

Das ganze Team arbeitet mit viel Herzblut und Engagement um Ihrem Tier zu helfen. Das wird sich auch mit Baby im Team nicht ändern. Natürlich kann es zu Zeitverögerungen kommen. Wer aber Hilfe benötigt, wird sie bei uns finden, auch wenn eventuell etwas Wartezeit eingeplant werden muss.

Mo:   11-12 Uhr  u.  18-20 Uhr
Di:     16-18 Uhr
Mi:    11-12 Uhr  u.  17-19 Uhr
Fr:     11-12 Uhr
Sa:    10-12 Uhr   ( 1./3. im Monat )

Mit einem Pathologen verbinden viele gleich tote Menschen oder tote Tiere. Aber ohne die Pathologie wären vieles in der heutigen …

Mit einem Pathologen verbinden viele gleich tote Menschen oder tote Tiere. Aber ohne die Pathologie wären vieles in der heutigen Medizin gar nicht möglich. Natürlich können Krankheitsprozesse am toten Individuum …