Artikel des Monats

Die Empfehlung zur Impfung der Katze beinhaltet die Impfung gegen Katzenschnupfen (Calici- und Herpesviren) sowie gegen Katzenseuche (Panleukämievirus). Dies wird unter der RCP-Impfung verstanden. Weiterhin wird für Freigänger die Impfung gegen Tollwut empfohlen Dies beinhaltet die T-Impfung. Je nach Infektionslage und individuelles Risiko wäre eine Impfung gegen Leukose, Bordetellen und Chlamydien möglich.

Eine Katze wird grundimmunisiert. Dies beinhaltet die zweimalige Impfung von 4 Wochen. Anschließend folgen Wiederholungsimpfungen, die vom verwendeten Impfstoff und vom individuellen Risiko abhängen.

Momentan gibt es eine Impfstoffknappheit, die v.a. den RCP- Teil betreffen. Die Praxis steht mit verschiedenen Firmen im Gespräch und hat Impfstoff geordert. Leider gibt es Lieferzeiten von 4 Wochen und mehr. Durch die erhöhte Nachfrage auf dem Markt und dass die Praxis darauf angewiesen ist, eventuell Impfstoff bei anderen Firmen zu ordern, kann es sein, dass der Preis für den Impfstoff schwanken wird.

Die Praxis hat sich in der Coronazeit zur reinen Terminpraxis entwickelt (außer für lebensbedrohliche Notfälle). Damit werden alle Termine der Reihenfolge nach abgearbeitet. Sollte es dann wirklich zu einer Phase kommen, in der eine Impfung nicht möglich ist, werden Sie selbstverständlich darüber informiert und ein neuer Termin vereinbart.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis. Für Rückfragen oder für eine Terminvereinbarung melden Sie sich gerne in der Praxis: 038847 55546.

Juli 2021: Fremkörper

Wenn die Temperaturen hoch sind und die Sonne scheint, stehen ausgiebige Spaziergänge auf der Tagesordnung. Die Wege führen durch den Wald über Wiesen und Felder. Auch die Katzen streifen durch das frische Grün. Leider hat dies auch seine Tücken. Im Sommer sind Verletzungen durch Grannen an der Tagesordnung. Die Grannen sind die Enden an einer Getreideähre. Diese Enden sind relativ starr und haben manchmal kleine Widerhaken. Sie können sich in die Pfoten einbohren. Häufig führen sie zu Probleme im Zwischenzehenbereich. Das Schwierige an den Verletzungen ist, dass diese Fremdkörper nicht immer sichtbar sind und in der Wunde nach oben wandern. Oft sind nur eine Rötung und Schwellungen sichtbar. Röntgenologisch sind die Grannen nicht sichtbar.

Grannen können überall auftreten. Häufig sind sie in den Ohren zu finden. Plötzlich fangen die Tiere an, mit dem Kopf zu schütteln und sich zu kratzen. Manchmal rutschen die Hunde mit dem Ohr über den Boden. In schlimmere nFällen hält das Tier den Kopf schief. Deshalb ist es wichtig beim Verdacht auf eine Ohrenentzündung den Gehörgang genau zu untersuchen. Befindet sich ein Fremdkörper im äußeren Gehörgang, muss dieser zwingend entfernt werden.

Bei Katzen finden sich solche Grannen ebenfalls in den Ohren aber auch häufig im Bindehautsack. Hier können sie im schlimmsten Fall die Hornhaut verletzen. Fremdkörper im Auge sind schmerzhaft und führen zum Zukneifen der oder des Auges. Ebenfalls kommt Augenausfluss oder Schwellung des Auges dazu kommen. Deshalb ist eine gründliche Augenuntersuchung bei Problemen mit den Augen nötig.

Haben Sie Fragen dazu? Sprechen Sie uns an!

Mit steigenden Temperaturen werden die Insekten wieder aktiv. Körpergeruch, feuchte und eiweißreiche Bereiche ziehen die Fliegen magisch an. Man kennt dies, wenn angefangene Katzen- oder Hundefutterdosen länger offen stehen. In kürzester Zeit legen die Fliegen ihre Eier ab und innerhalb 24 h schlüpfen daraus die Larven. Diese Larven fressen sich durch ihr Medium. Leidet ein Tier an einer offenen Wunde oder Durchfall, werden durch den Geruch die Fliegen angezogen und legen im feuchten Fell ihre Eier ab. Die anschießenden geschlüpften Maden fressen sich durchs Fell und auch durch die Haut. Es kommt zu weiteren Hautentzündungen und Wundsekretion, was weiteren Fliegenbefall nach sich zieht. Dies führt zu Juckreiz und Schmerzen für das Tier. Es ist deshalb unheimlich wichtig die Tiere täglich zu kontrollieren. Eier müssen sofort entfernt werden und natürlich muss die Grundursache (Eiter, Durchfall etc.) behandelt werden.

Wenn es erstmal zu einem Fliegenmadenbefall gekommen ist, ist die Ansicht und der Geruch erstmal widerlich. Aber auch wenn es kein schöner Anblick und der Geruch im wahrsten Sinne des Wortes umwerfend ist, gibt es die Möglichkeit der Behandlung. Natürlich steigt die Prognose je eher die Behandlung begonnen wird. Die Maden werden abgesammelt und das Fell an den betroffenen Stellen geschoren. Weiterhin gibt es Waschungen, die die Maden abtöten und auch Schampoos, die die Hautentzündung in der Abheilung beschleunigen. Je nach Umfang des Befalls sind Medikamente gegen die Schmerzen und eine Antibiose nötig.

Gerade Kaninchen sind die häufigsten Patienten. Das hat zum einen mit dem dichten Fell zu tun, aber auch damit, dass die Inguinalregion der Tiere nicht täglich kontrolliert wird. Da sie häufig im Freien gehalten werden, haben die Fliegen leichtes Spiel. Kaninchen haben 2 Arten von Kot. Einer ist in der Konsistenz weicher und verklebt schnell im Fell und lockt so die Fliegen an. Wenn das Tier erkrankt, ist nicht nur die direkte Beahndlung wichtig, sondern auch die folgende Nachsorge. Der Mümmelmann sollte dann ins Haus ziehen, damit keine weitere Besiedlung erfolgt. Je nach Schwere der Hautläsionen ist es sinnvoll, das Kaninchen auf Handtüchern zu halten, damit Sägespäne die Wunde nicht weiter verunreinigen. Weiterhin werden die Hautstellen bis zur Abheilung mit verschiedenen Lösungen /Salben etc. lokal behandelt.

Haben Sie Fragen? Dann sprechen Sie uns an!

Anfang April war es bei uns soweit- die kleine Elly Gerda hat das Licht der Welt erblickt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen für die herzlichen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten bedanken. Diese riesige Welle der Zuwendung hat mich überrascht und genauso erfreut!

Mit dem Zwerg hat sich einiges im Ablauf für mich geändert. Zum einen hat die Geburt ein paar Spuren hinterlassen und zum anderen herrscht nun zu Hause ein anderer Tagesablauf, der sich nicht immer so planen lässt. Ich muss zugeben, dass es eine nicht unerhebliche Differenz zwischen der Vorstellung “Wie es später sein wird” und der Realität gibt. Die kleine Maus hat schon ihren festen Platz in den Praxisräumen und wird dort betreut. Aber wenn sie Hunger bekommt, hat sie Priorität (Es sei denn wir sind mit einem echten Notfall beschäftigt) und es kann dann zu Verzögerungen im Ablauf kommen. Ich bitte dafür um Verstädnis. Auch bei Hausbesuchen ist Elly nun meine Begleitung. Aus diesem Grund versuche ich nur die unbedingt notwenigen Hausbesuche zu fahren.

Operationen und Sprechstunde finden wie gewohnt statt. Wir führen eine Termisprechstunde. Allerdings sind wir sehr bemüht, dass natürlich alle besorgten Patientenbesitzer und erkrankten Tiere versorgt werden. Natürlich haben Notfälle (z.B. Katze mit Atemnot) Priorität und werden bevorzugt behandelt. Als zweite priorisierte Gruppe kommen dann alle Terminkunden. Sollten Termine abgesprungen sein oder man schneller sein als erwartet, werden in diesen Zeiten Patienten ohne Termin behandelt. Ansonsten kommen alle Patienten ohne Termin zum Ende der Sprechstunde dran. Selbstverständlich bekommt jeder Patient die Zeit, die er benötig. Aber aus den Erklärungen am Anfang wird deutlich, dass es in der Sprechstunde immer zu Verzögerungen kommen kann. Ich würde mich freuen, wenn mit diesem Artikel das Verständnis des einzelnen wächst, wenn er trotz Termins mal eine halbe Stunde warten muss.

Das ganze Team arbeitet mit viel Herzblut und Engagement um Ihrem Tier zu helfen. Das wird sich auch mit Baby im Team nicht ändern. Natürlich kann es zu Zeitverögerungen kommen. Wer aber Hilfe benötigt, wird sie bei uns finden, auch wenn eventuell etwas Wartezeit eingeplant werden muss.

Tiere sind in Familien oft willkommen. Zum einen fördern sie die bessere Atmosphäre und steigern das Verantwortungsbewußtsein. Zum anderen gibt es Studien (Quelle: Pos one), in denen beschrieben wird, dass das Allergierisiko bei Kindern gesenkt ist, wenn sich Haustiere im Haushalt befinden.

Haustiere wie Hunde und Katzen haben die Eigenschaft auf Handlungen der Kinder sofort zu reagieren. Damit müssen die Erwachsenen den Kleinen früh erklären, wie ein Umgang zu erfolgen hat und sich der Konsequenzen bewußt sein. Eine Katze, die immer geärgert wird, wird eher zum kratzen neigen, als wenn sie ihren Bedürfnissen entsprechend gepflegt wird.

Auch Hunde haben ihre Verhaltensweisen. Da Kleinkinder aber im Verhältnis zum Erwachsenen eine ungünstige Höhe haben, sind Beißunfälle oft dramatisch. Die häufigsten Beißunfälle passieren in der eigenen Familie oder mit einem Hund aus dem engen Umkreis. Um dies zu vermeiden sind einige Verhaltensregeln sowohl bei den Eltern als auch bei dem Kind nötig.

Die wichtigste Regel ist wohl, dass Hunde und kleine Kinder nicht ohne Aufsicht zusammen spielen. Es muss dem Hund eine Rückzugsmöglichkeit gegeben werden. Eine Decke oder ein Körbchen, bei dem das Tier weiß, dass es auf diesem Fleck ungestört ist und sich zurück ziehen kann. Hier darf das Tier nicht gekuschelt, umarmt oder ihm Spielzeug weggenommen werden.

Wichtig für das gemeinsame Zusammenleben ist das Verständnis, dass Kinder Tiere (noch) nicht erziehen können. Ab einem Alter von ungefähr 8 Jahren kann ein Kind in die Hundeerziehung mit eingebunden werden. Grundsätzlich sollten die Kleinen aber Lernen, dass sie Probleme mit dem Vierbeiner nicht alleine lösen sollen, sondern sich lieber Hilfe von einem Erwachsenen holen müssen.

Grundsätzlich darf ein Hund nicht bedrängt werden. Ein soziales Tier zeigt in seiner Mimik, Verhalten und in seinen Lauten seine Stimmung an. Problematisch ist, dass kleine Kinder diese Zeichen oft nicht sehen oder deuten können. Wenn beim Kopf-weg-drehen oder leicht hochgezogenen Lefzen die Aktion nicht abgebrochen wird, folgt die nächste Eskalationsstufe. Der Hund steht auf und geht. Eine “Verfolgung” des Tieres wird dann zum Knurren oder Schnappen führen. Häufig wird dann der Hund bestraft, obwohl er nur folgerichtig gehandelt hat. Deshalb ist es wichtig sowohl dem Kind als auch dem Hund beizubringen, dass der Hund auf den Menschen zukommt, wenn er Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten oder Spielen möchte. Tut er das nicht, sollte er in Ruhe gelassen werden.

Es hilft auch bei den Spielsachen für Zwei- und Vierbeiner genau hinzuschauen. Ein Hund ist nicht in der Lage bei einem Stofftier zu unterscheiden, ob dieses jetzt “Seins” oder das des Kindes ist. Aus diesem Grund darf keine Durchmischung beider Sachen stattfinden und Hundespielzeug muss für beide Parteien deutlich zu erkennen sein.

Um Verhaltensweisen korrekt zu lernen und zu üben, gibt es eine Vielzahl von Hundeschulen. Diese werden Sie gerne beraten. Weiterhin gibt es bei uns in der Praxis die Broschüre “Der blaue Hund”. Hier sind Erklärungen für Verhaltensweisen sowie Lösungen aufgeführt. Auf der beiliegenden CD-R können spielerisch und gefahrlos Situationen interaktiv geübt werden.

Dieser Artikel soll Sie nicht vor einem neuen Familienmitglied abschrecken- im Gegenteil! Es gibt kaum etwas schöneres, als wenn man nach Hause kommt und an der Tür von einem freudigen Vierbeiner begrüßt wird. Er soll aber Ihr Bewußtsein für bestimmte Verhaltensregeln schärfen, so dass alle Beteiligten streßfrei zusammen leben können!

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an!

Unter einer Discopathie wird eine Erkrankung der Bandscheibe verstanden. Die Bandscheiben sind Knorpelscheiben, die als Puffer zwischen den Wirbeln sitzen. Von Kopf bis Schwanz läuft das Rückenmark, welches durch die Wirbel geschützt wird.

Das Rückenmark hat die wichtige Aufgabe Informationen von Körper zum Gehirn und umgekehrt zu versenden.

Es gibt verschiedene Rassen, die über einen langen Rücken (.z.B. Dackel) verfügen und damit anfällig für Rückenmarkserkrankungen sind. Gerade schwere Tiere mit geringer Muskulatur sind davon betroffen. Weiterhin sind Tiere mit anatomischen Fehlbildungen (Keilwirbel z.B. franz. Bulldogge) besonders gefährdet.

Rückenmarkserkrankungen können an verschiedenen Stellen und in unterschiedlicher Schwere auftreten. Wenn ein Bandscheibenvorfall im Halsbereich vorkommt, können Symptome wie Beschwerden bei der Beweglichkeit des Halses, als auch Reflexausfälle an den Vorder- und Hintergliedmaßen sein. Auch eine einseitige oder beidseitige Lahmheit ist möglich.

Wenn der Defekt weiter hinten lokalisiert ist, sind die Vordergliedmaßen normal, aber die Hintergliedmaßen oder auch nur der Schwanz kann betroffen sein. Sowohl der Urin- als auch der Kotabsatz können gestört sein.

Diagnostisch ist der Verlauf wichtig. Die Ausfälle können progressiv oder plötlich auftreten. Die klinische Untersuchung im Zusammenhang mit dem Vorbericht liefert erste Hinweise. Eine anschließende neurologische Untersuchung kann zur Lokalisation beitragen. Weitere Diagnostik kann eine Röntgenuntersuchung sein. Allerdings sind Bandscheibenvorfälle nicht immer im Röntgen sichtbar. Häufig sind andere Veränderungen (anatomische Missbildungen, Arthrose- und Spondyloseanzeichen) sichtbar.

Wesentlich genauer sind Myelographien. Hier wird Kontrastmittel in den Wirbelkanal verabreicht und über eine Röntgenuntersuchung die “Engstelle” gefunden. Deutlich eleganter sind neuere Untersuchungsverfahren wie die Schnittbilduntersuchungen (CT, MRT). Gerade eine MRT-Untersuchung ist das Mittel der Wahl für eine genaue Diagnostik.

Therapeutisch stehen verschiedene Wege zur Wahl. Bei einem langsamen Prozeß, ohne Kot- und Urinabsatzbeschwerden kann man eine konservative Therapie versuchen. Das Wichtigste ist Physiotherapie zum Muskelaufbau. Damit das Tier die Übungen gut mitmacht, ist eine gute Schmerzmedikation esssentiell. Unterstützend können B-Vitamine verabreicht werden.

Bei starken Ausfällen oder plötzlicher Lähmung sollte eine chirurgische Versorgung in Erwägung gezogen werden. Das kann zu einer schnellen Entlastung des Rückenmarks führen. Schmerzmedikation, Physiotherapie sind dabei genauso essentiell wie bei einer konservativen Therapie.

Prognostisch braucht man für Discopathien viel Zeit. Natürlich kann nach einer erfolgreichen OP schnell eine Verbesserung sichtbar sein. Grundsätzlich benötigt man viel Geduld und tägliche Übungen mit dem Patienten, ehe man beurteilen kann, ob es eine erfolgreiche Therapie ist.

Haben Sie Fragen zu der Erkrankung? Dann sprechen Sie uns an!!!

Im April wird sich unser Team vergrößern- ich erwarte ein Baby. Dies wird mit ein paar Umstellungen verbunden sein. Seit der Schwangerschaft werden meine Helferinnen vermehrt mit Aufgaben betraut, so dass sie u.a. mich bei den Großtierbesuchen begleiten und dort auch einige Arbeiten unter Aufsicht abnehmen. Ebenso darf ich seit der Schwangerschaft nicht röntgen. Auch dies wird von meinem Personal und am Wochenende von meiner Familie und Freunden unter meiner Aufsicht durchgeführt. Das Heben schwerer Hunde ist für mich nicht möglich. Auch hier springt mein Personal mit ein und zusammen mit dem Tierbesitzer bekommen wir Ihren Liebling da hin, wo wir ihn wollen (Röntgentisch, Ultraschalltisch etc.). Es fassen alle mit an, damit der Praxisbetrieb auf gewohnt hohem Niveau weitergeht.

Wahrscheinllich wird die Zeit bis zur Geburt für mich allmählich beschwerlicher werden, so dass vermehrt Pausen nötig sind. Diesbezüglich bitte ich Sie, liebe Tierbesitzer, um Verständnis. Sollte ein Arbeiten für mich aufgrund gesundheitlicher Beschwerden meinerseits oder wegen Risiken für das Baby nicht möglich sein, wird die Sprechstunde von meiner Mutter mit meinen Helferinnen geführt, so dass wir weiterhin für Sie da sein werden.

Ähnliches ist auch für die Zeit nach der Geburt geplant. Nach der Eingewöhnungszeit werden wir schnell zurück in die Praxis kommen. So wird unser Zuwachs schnell mit dem Praxisalltag betraut. Natürlich wird es dann aufgrund der Versorgung des Babys zu Pausen und Unterbrechungen kommen- aber auch diese werden überschaubar sein, so dass einer Versorgung der Vierbeiner nichts im Wege steht.

Ich freue mich auf die neue Zeit und hoffe, dass Sie sich mit mir freuen 🙂

Gerade bei schönem Wetter zieht es den einen oder anderen raus an die frische Luft und er wird zur sportlichen Betätigung animiert. Häufig wird der Hund dazu mitgenommen. Auch wenn grundsätzlich nichts dagegen spricht, den Hund neben dem Fahrrad laufen zu lassen, sollten ein paar Dinge beachtet werden.

Mit einem Fahrrad ist man deutlich schneller, als zu Fuß. Ein Hund hat meistens einen Jagdinstinkt und wird so zum mitlaufen motiviert. Häufig läuft er dann schneller als ihm gut tut. Wichtig ist auch das Alter des Hundes zu berücksichtigen. Junge Hunde sollten in Ihren ersten Monaten behutsam bewegt werden. Natürlich ist es sinnvoll, möglichst früh mit einem Hund das Laufen am Fahrrad zu üben. Es ist dabei schonender für den Hund mehrere kleine „Lektionen“ (zum Beispiel á 5 min) zu üben, als 30 min am Stück zu laufen.

Grundsätzlich ist das Laufen am Fahrrad eine gelenkschonende Bewegung. Der Hund bleibt bei einem gleichförmigen Tempo ohne plötzlich zu Stoppen oder wieder zu Beschleunigen. Allerdings darf man nicht denken, dass man am Fahrrad mal den Hund richtig auspowert. Dem Hund geht es wie uns Menschen beim Joggen. Sicherlich ist man nach der ersten Runde ziemlich fertig. Bei regelmäßigem Sport wird dagegen Kondition aufgebaut. Natürlich braucht der Hund auch Regenerationszeit. Ein Training alle 2 Tage ist vollkommend ausreichend. Bitte denken Sie auch dran, dass Ihr Hund Muskelkater bekommen kann.

Bei einer Tour mit dem Fahrrad sollte das Wetter berücksichtigt werden. Hunde können nicht so wie wir Menschen schwitzen. Sie nutzen zur Thermoregulation die Schweißdrüsen an den Pfoten und das Hecheln. Beides hat begrenzte Kapazität. Deshalb sollte es nicht zu warm sein. Je wärmer es ist, desto kürzer sollte die Strecke sein und es muss ausreichend Wasser in den Pausen gereicht werden.

Zu guter Letzt muss der Untergrund beachtet werden. Was wir für Fahrradfahren als guten Untergrund empfinden – also eine gut geteerte Asphaltstraße- kann für unsere vierbeinigen Freunde schmerzhaft enden. Bei harten Böden nutzt sich die Haut an den Ballen schnell ab. Wird diese zu dünn, wird jeder Tritt schmerzhaft.

Vor und nach jeder Tour müssen die Gliedmaßen kontrolliert werden. Wenn Steine oder Haarballen im Zwischenzehenbereich drücken, ist das für den Hund sehr schmerzhaft. Auch zu lange Krallen können das Laufen behindern. Verletzungen (Ballenhaut, Schnittverletzungen) etc. gehören unverzüglich versorgt und gepflegt.

Es sollte sich von selbst verstehen, dass nur mit einem gesunden Hund Sport getrieben werden kann. Sowohl bei Herzproblemen als auch bei Gelenkserkrankungen oder wenn das Tier unter Schmerzmedikamente steht, sollte man von dieser Art der Bewegung Abstand nehmen.

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann sprechen Sie uns an!

Covid-19 ist immer noch ein aktuelles Thema und der Bundesrat beschloß die Meldepflicht auch für Haustiere. Hintergrund ist immernoch die Ungewissheit, in wie weit eine Übertragung von Tier auf Mensch oder andersherum möglich ist. Das Virus braucht einen Rezeptor (ähnlich Schlüssel-Schloss-Prinzip). Dieser Rezeptor ist relativ spezifisch für die Tierart. Deshalb ist eine Infektion von Hühnern zum Beispiel nicht möglich. Katzen und Frettchen sind dagegen potentielle „Kandidaten“ für eine Infektion.

Ein Test auf das Coronavirus ist auch für Tiere möglich. Dabei gibt es den direkten Errgernachweis (Nachweis von Virusmaterial) und den indirekten Errgernachweis (Nachweis von Antikörpern). Sollte das Virus bei einem Tier nachgewiesen werden, erfolgt zukünftig eine Meldung an das zuständige Amt.

Erst wenn das Amt den Erregernachweis anweist, werden vom Amt die Kosten dafür übernommen. Alle besorgten oder neugierigen Tierbesitzer müssen den Test selbst bezahlen, wenn sie wissen wollen, ob ihr Tier infiziert ist.

Allerdings scheint es sehr unwahrscheilich zu sein, dass das Tier sich infiziert. In einem Veterinärlabor wurden bislang über 1300 Proben untersucht. Es gab bisher keinen einzigen positiven Befund, d.h. das Virus wurde nicht nachgewiesen.

Haben Sie Fragen zu dem Thema? Dann sprechen Sie uns an!

Weitere Informationen gibt es u.a. hier:

https://www.zdf.de/nachrichten/drehscheibe/drehscheibe-vom-2-juli-2020-100.html

Juni 2020: Rehkitze

Die Zeitperiode vom 01. April bis 15 Juli wird als Brut- und Setzzeit bezeichnet. In dieser Zeit bekommen viele Tiere ihren Nachwuchs. In dieser Zeit gilt für Hunde Leinenpflicht.

Rehe legen ihre Kitze ins hohe Gras. Da die Kitze annährend geruchlos sind, werden sie auch von Hunden nicht wahrgenommen. Werden sie allerdings angefasst oder weggebracht, verlieren sie diese „Neutralität“ und werden von der Mutter nicht mehr angenommen. Die Rehmutter ist nicht konstant bei ihren Jungtieren. Sie würde sonst potentielle Fressfeinde direkt zu ihrem hilflosen Nachwuchs führen. Das hat zur Folge, dass häufig Kitze ohne die Mutter „gefunden“ werden. Aber die „Rettung“ dieser Kitze wird ihnen oft zum Verhängnis, denn die mutterlose Aufzucht ist nicht ganz einfach.

Wenn Sie ein Rehkitz finden und sich nicht sicher sind, ob es Hilfe braucht, fassen Sie es bitte nicht an, sondern informieren den zuständigen Jagdpächter. Dieser ist geschult und kann die Lage besser einschätzen und hat im Falle einer Notlage sogar die Pflicht, sich um das Kitz zu kümmern. Die Polizei hat die Nummern der zuständigen Personen.

Ein größeres Problem stellt die Mahd dar. Wenn das Gras hoch steht, sind Rehkitze nicht zu sehen. Der Wieseninhaber möchte natürlich ernten. Verantwortungsvolle Flächenbesitzer gehen vor der Mahd mit dem hiesigen Jäger die Wiesen ab und suchen nach Kitzen. Mit ein paar Tricks können die Muttertiere dazu gebracht werden, ihre Jungtiere von der Wiese zu führen. Auch eine Kontrolle der Wiese mit Drohnen und Wärmebildkameras kann helfen, Unfälle zu vermeiden.

Denn wenn Gefahr droht, laufen Rehkitze nicht weg, sondern ducken sich noch tiefer ins Gras. Dieses Verhalten wird ihnen oft zum Verhängsnis und nicht selten werden sie vom Mähwerk oder vom Heuwender verletzt. Abgetrennte Gliedmaßen und Kieferbrüche führen zu einem elendigem Zugrundegehen der Tiere. Auch wenn sie noch zum Tierarzt gebracht werden, so ist die chirurgische Versorgung der Wildtiere nicht immer vom Erfolg gekrönt.

Auch für den erfahrenen Hundehalter ist das komisch: Gestern ging es dem Hund gut, alles war unauffällig und heute kann der geliebte Hund nicht mehr aufstehen.

Bei der klinischen Untersuchung fallen blasse Schleimhäute, ein reduziertes Allgemeinbefinden und vielleicht ein angespannter Bauch, der vielleicht Flüssigkeit enthält, auf. Bei der weiteren Diagnostik wird eine Anämie, also zuwenig rote Blutkörperchen, festgestellt. In der Bildgebung sieht man auf dem Röntgenbild entweder keine Bauchorgane. Dies kommt vor, wenn Flüssigkeit im Bauchraum ist. Möglicherweise sieht man aber auch eine Umfangsvermehrung. Der Ultraschall hilft die Umfangsvermehrung näher zu klassifizieren oder die vermutete Flüssigkeit zu bestätigen.

Nachdem die Verdachtsdiagnose gestellt wurde, bleibt die Frage was nun zu tun ist. Natürlich muss zuallerst der Hund kreislauftechnisch stabilisiert werden. Milztumore sind langezeit unerkannt. Die Tumore entstehen aus den Zellen der Blutgefäße und neigen dazu zu reißen. Damit kommt es zu Blutungen in die Bauchhöhle. Aus diesem Grund wird eine Infusion nur kurzfristig dem Hund helfen.

Um den Hund zu retten, bleibt also nur eine Operation. In der OP wird die blutende Milz entfernt. Diese Operation ist durchaus anspruchsvoll und damit auch mit Kosten verbunden.

Ein Milztumor ist meistens bösartig und hat zum Zeitpukt der Diagnose meistens schon gestreut. Mit einer Operation beträgt die mittlere Überlebenszeit ca. 6 Wochen. Viele Besitzer scheuen die Operationen und stellen nicht unberechtigt die Frage, ob es dann nicht besser wäre, den Hund zu euthanasieren und ihm nicht noch die Leiden einer Op und der Reconvaleszenz aufzubürden.

Allerdings ist ein Milzhämatom – also ein Bluterguß oder ein Milzriß – in den Symptomen identisch. Allerdings ist die Prognose komplett anders. Ein Milzhämatom wird mit einer Operation komplett geheilt. Leider kann man ein Milzhämatom nicht von einem Milztumor weder in der Diagnostik noch in der Operation voneinander zu unterscheiden. Erst wenn die entnommene Milz in die Pathologie gesendet wird, kommt die entscheidene Diagnose.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass man sich als Besitzer genau über die Möglichkeiten und Prognosen aufklären lässt, ehe man sich für eine Euthanasie entscheidet.

Dieses Bild zeigt eine massive Blutung mit Ruptur der Milz. Alles sprach für einen Milztumor. Die Besitzer stimmten trotzdem einer Operation zu. Nach der Operation wurde die Diagnose eines Milzhämatoms gestellt. Dem Patient geht es gut.

Nachdem bei einem Tiger in den USA Corona-Viren nachgewiesen wurde, macht sich bei vielen Tierhaltern Verunsicherung breit. Kann man Tiere infizieren? Oder kann man sich von Tieren infizieren?

Dazu sollte man erstmal wissen, dass Coronaviren grundsätzlich nichts Neues sind. Viren kommen überall vor. Coronaviren gehören zu den RNA-Viren und besitzen eine Hülle (besteht aus Fetten), auf der Fortsätze rundherum angeordnet sind. Damit sehen sie unter dem Elektronenmikroskop aus, als ob sie einen Strahlenkranz um sich herum haben. Coronaviren gibt es bei verschiedenen Spezies. In dem Moment, in dem ein Virus mutiert, kann es auch andere Tierarten befallen. Um eine Symptomatik hervorzurufen, muss das Virus in den Körper eindringen. Dazu muss es an Zellen andocken. Das kann man sich als Schlüssel-Schloss-Prinzip vorstellen. Die Zellen haben Rezeptoren (Schloss), an denen das Virus (Schlüssel) andockt. Die Rezeptoren unterscheiden sich nach Tierarten. Deshalb erklärt es sich, warum einige Spezies besonders betroffen sind und andere nicht.

Bei der aktuellen Coronaproblematik konnten Forscher experimentell Katzen und Frettchen infizieren. Diese haben starke Ähnlichkeiten bei den Rezeptoren in den Atemwegen. Um zu erkranken, muss eine gewisse Virusmenge aufgenommen werden. Um andere Individuen anzustecken, muss eine gewisse Menge an Virus abgegeben werden. Es ist noch vollkommen unklar, um welche Mengen es sich handelt. Auch weiß man nicht, ob die Katze ausreichend Virus ausscheidet, um andere Katzen oder andere Säugetiere zu infizieren. Hunde scheinen nicht infizierbar zu sein.

Die Wirtstreue der Coronaviren zeigt ein Beispiel: 80-90 % der Katzenpopulation sind Coronavirus-positiv. Dabei handelt es sich aber NICHT um das aktuell gefürchtete Virus, sondern um eine speziell katzenassoziiertes Variante. Diese verursacht milde Magen-Darm-Symptome und kann bei einer Mutation eine FIP (infektiöse Bauchfellentzündung) auslösen. Diese Erkrankung kann nicht auf den Menschen oder andere Tiere übertragen werden. Wenn man bei anderen Virusfamilien schaut, gibt es weitere Beispiele. So gibt es bei Hunden, Katzen, Pferden, Rinder und auch Menschen Erkrankungen, die durch Herpesviren verursacht werden. Bei jeder Tierart rufen diese Viren andere Erkrankungen hervor (Abort beim Rind, Katzenschnupfenkomplex, Lippenherpes beim Menschen) und wechseln nicht zwischen den Tierarten.

Bei der Frage, inwieweit nun Gefahr von oder für unsere Fellnasen ausgeht, sollte man die allgemeinen Hygienemaßnahmen heranziehen. Bei einem behüllten Virus ist es relativ einfach, die Hülle zu zerstören und damit das Virus zu inaktivieren. Um das zu erreichen, reicht richtiges Händewaschen: Mit Seife die gesamte Hand, Handgelenke, Zwischenfingerbereiche mehrfach einseifen und abspülen. Auch das Eincremen der Hände schützt vor Infektionen, denn die gesunde Haut bildet eine Hautbarriere, die Viren und andere Erreger nicht durchdringen können. Natürlich sollte man auch im Umgang mit seinem Tier die Hygiene nicht vernachlässigen. Vor dem Essen ist das Händewaschen obligat. Ebenfalls sollte man sich nicht durch das Gesicht lecken lassen. Das schützt nicht nur vor Corona sondern auch vor anderen Parasiten.

In einem Haushalt, in dem erkrankten Personen wohnen, muss man nicht Kopf an Köpfchen schmusen. Sollte im besagtem Haushalt die Katze Symptome zeigen, wäre eine Testung (Anweisung Gesundheitsamt und Veterinärmt) möglich. Im Hinblick auf die ohnehin stark gefragten Labore und Tests sollte dies aber nur im Notfall in Erwägung gezogen werden.

Interessante Informationen zum allgemeinen Umgang gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Institut (RKI).

Haben Sie noch Fragen? Dann sprechen Sie uns an.

Mo:   11-12 Uhr  u.  18-20 Uhr
Di:     16-18 Uhr
Mi:    11-12 Uhr  u.  17-19 Uhr
Fr:     11-12 Uhr
Sa:    10-12 Uhr   ( 1./3. im Monat )

Die Empfehlung zur Impfung der Katze beinhaltet die Impfung gegen Katzenschnupfen (Calici- und Herpesviren) sowie gegen Katzenseuche (Panleukämievirus). Dies wird …

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