Blutdruckmessen kennt jeder von uns. Natürlich betrifft es vor allem die älteren Leute, aber auch junge Menschen können mit dem Blutdruck Probleme haben. Soweit ist das bekannt. Deutlich weniger bekannt ist, dass unsere Haustiere ebenfalls unter Blutdruckproblemen leiden können. Das herauszufinden ist etwas schwierig, weil unsere Haustiere bei der Untersuchung oft nicht kooperativ und auch aufgeregt sind. Aber wie kommt man jetzt auf die Idee bei Haustieren Blutdruck zu messen?
Zum einen ist es als Vorsorgeuntersuchung bei älteren Tieren angezeigt. Katzen fangen mit 7 oder 8 Jahren an zu altern. Es wird empfohlen bei alten Katzen einmal im Jahr eine Blutprobe zu ziehen, um evtl. Organkrankheiten (Niere, Leber, Schilddrüse) frühzeitig zu erkennen. Aber auch die Blutdruckmessung wird empfohlen. Zum einen kann es krankhafter Blutdruck mit verschiedenen Erkrankungen wie des Herzens oder Niere zusammenhängen. Zum anderen kann ein zu hoher Blutdruck zu irreparablen Augenerkrankungen führen. Ist der Blutdruck über längere Zeit zu hoch, kann eine Netzhautablösung und Erblindung folgen.
Die Messung wird am Schwanzansatz durchgeführt. Da die Geräte Geräusche verursachen, ist eine kooperative Katze wichtig. Muss die Katze zur Untersuchung sediert werden, kann das zu Verfälschungen des Ergebnisses führen.

Bei Hunden kommen Erkrankungen des Blutdruckes häufiger in Kombination mit Herzproblemen vor. Aus diesem Grund wird bei älteren oder auffälligen Tieren parallel die Herzultraschalluntersuchung empfohlen. Eingeschränkte Leistungsfähigkeit oder auch Nasenbluten können hinweisend sein. Die Untersuchung erfolgt entweder an der Schwanzwurzel oder an der Vordergliedmaße.
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