Wie schon Charles Darwin erkannte: „Die Tiere empfinden wie der Mensch Freude und Schmerz, Glück und Unglück.“ Doch sind wir heute in der Medizin schon so weit, dass weder Menschen noch unsere Tiere dank modernsten Medikamenten Schmerzen erleiden müssen. Eine Herausforderung besteht darin, Schmerzen zu erkennen. Denn anders als beim Menschen, kommunizieren unsere Vierbeiner überwiegend nonverbal. Das heißt man kann es vielleicht am Gang (z.B. Lahmheit) oder dem veränderten Gesichtsausdruck (Schmerzgesicht) oder auch verändertem Verhalten (z.B. einseitiges Kauen bei Zahnschmerzen) sehen. Eine tierärztliche Untersuchung hilft, den genauen Schmerz zu lokalisieren und geeignete Gegenmaßnahmen zu ergreifen bzw. Ursachenbekämpfung zu betreiben. Es stehen eine Vielzahl von Präparaten zur Verfügung. Es ist auch verständlich, dass im Akutfall Tierbesitzer Eigeninitiative ergreifen. Im Notfall funktionieren auch einige Humanarzneimittel wie z.B. Novalgin. Aber ein Hund ist kein Mensch und die Dosierungen unterscheiden sich erheblich. Deshalb sollte auch in diesem Fall unbedingt ein Tierarzt/Tierärztin kontaktiert werden. Während im Humanbereich ein beliebtes Schmerzmittel Ibuprofen ist und dieses in unterschiedlichen Dosen konsumiert wird, ist dieses Medikament für Hunde absolut verboten!!! Ibuprofen hat eine enge therapeutische Breite und verursacht schwere Nebenwirkungen. So kann eine Tablette zu Blutungen im Magen- und Darmbereich sowie zu Nierenschädigungen führen. Weil Hunde diesen Wirkstoff deutlich langsamer abbauen als Menschen, können schon kleine Mengen zu einem tödlichen Verlauf führen.
Bitte geben Sie Ihrem Tier nicht einfach irgendwelche Medikamente, rufen Sie uns an!