Der Frühling ist da und jeder ist in seiner Freizeit im Garten. Die ersten Mähfahrzeuge fahren schon und auch die Mähroboter sind aktiv. Dies kann für kleine Lebewesen und insbesondere für Igel zum Verhängnis werden. Igel sind keine Fluchttiere, sondern rollen sich bei Gefahr ein. Entgegen vieler Beschriftungen erkennen viele Mähroboter Igel nicht als Hindernis. So testete die Universität in Aalborg in einer Studie aus dem Jahr 2023 18 Mähroboter (Rasmussen et al. 2021). Dabei wurde mit Igelkadavern „gearbeitet“. Keines der Geräte hat im Gras liegende Igel als Hindernis erkannt. So fuhren einige über die Tiere hinweg, es kam zu aufgeschlitzen Bäuchen, Amputationen von Gliedmaßen oder andere tödliche Verletzungen.
Aus diesem Grund ist das Fahren von Mährobotern während der Dämmerungs- und Nachtzeiten abzulehnen. Mähroboter ziehen noch weitere Nachteile mit sich. Sie halten das Gras akkurat kurz. Beikräuter haben keine Möglichkeit zu wachsen. Somit reduzieren sie indirekt die Artenvielfalt und reduzieren auch das Futterangebot für Igel.
Helfen Sie den kleinen Kerlchen. Gestalten Sie Ihren Garten mit Rückzugsräumen für Kleinsäuger. Geben Sie Sträuchern, Nischen, Laubhaufen und ähnlichem Raum. Sorgen Sie für eine schöne Artenvielfalt.
Sollten Sie einen verletzen Igel finden oder sehen Sie ein geschwächtes Tier, ggf. mit Fliegeneiern oder Maden, sammeln Sie ihn bitte ein. Sie können diese gerne zu uns in die Praxis bringen, damit wir sie adäquat versorgen können.
Haben Sie Fragen? Dann sprechen Sie und an!

